Wo die Alpen ihr schönstes Gesicht zeigen und wann das Licht dafür stimmt.
Die Alpen sind ein Versprechen an jede Kamera. Doch der Unterschied zwischen einem beliebigen Schnappschuss und einem Bild, das hängenbleibt, liegt selten am Motiv selbst. Er liegt am Licht, am Standpunkt und an der Geduld, im richtigen Moment ausgelöst zu haben.
Der Riffelsee oberhalb von Zermatt ist zu Recht einer der berühmtesten Spots der Schweiz. Bei Windstille spiegelt sich das Matterhorn auf 2’757 m perfekt im flachen Wasser. Wer früh genug oben ist, fängt das erste Sonnenlicht ein, bevor die ersten Wandergruppen die Stille brechen.
Drei Standorte lohnen die frühe Anreise besonders:
Fotografen sprechen von zwei besonderen Tageszeiten. Die goldene Stunde kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang taucht die Gipfel in warmes Licht. Die blaue Stunde danach legt einen kühlen, ruhigen Ton über die Landschaft, der gerade in den Bergen eine fast feierliche Stimmung erzeugt.
Plane deine Tour so, dass du zu diesen Zeiten am Motiv bist und nicht erst auf dem Weg dorthin. Das bedeutet oft, im Dunkeln loszugehen oder den Abstieg mit Stirnlampe zu wagen. Diese Mühe trennt das gewöhnliche Foto vom außergewöhnlichen.
Ein Stativ gehört für die Randzeiten in den Rucksack, ebenso ein Polfilter gegen Reflexionen auf Wasser und Schnee. Wichtiger als jede Ausrüstung bleibt jedoch, dass du dir Zeit nimmst. Die besten Bilder entstehen, wenn du am selben Ort bleibst und das Licht sich verändern lässt.