Das Wallis vereint die meisten Viertausender der Alpen - ein Revier für ambitionierte Gipfelsammler.
Kein anderer Schweizer Kanton trägt so viele hohe Gipfel wie das Wallis. Von der Mischabelgruppe über das Monte-Rosa-Massiv bis zu den Weissmies-Gipfeln reiht sich hier Viertausender an Viertausender. Für Bergsteiger ist das Wallis ein Sehnsuchtsort, der Touren für nahezu jedes Können bereithält.
Viele Hochtouren starten von komfortabel erreichbaren Talorten wie Saas-Fee oder Zermatt, die mit Bergbahnen den Zugang zu den Hütten erleichtern. Von dort führen die Wege auf moderate Einsteiger-Viertausender wie das Allalinhorn oder das Breithorn, die bei guten Verhältnissen technisch überschaubar sind und sich für die ersten Schritte über 4’000 Meter eignen.
Anspruchsvollere Ziele wie der Dom, mit 4’545 Metern der höchste vollständig auf Schweizer Boden liegende Berg, oder das Weisshorn verlangen Erfahrung, Kondition und meist eine Übernachtung in der Hütte. Hier wird aus dem Ausflug eine ernsthafte alpinistische Unternehmung.
Eine Gipfeltour im Wallis steht und fällt mit den Bedingungen. Spaltenreiche Gletscher, die solide Grundlagen der Gletschertour verlangen, Steinschlag bei Wärme und plötzliche Wetterumschwünge gehören zum Gelände. Wer mehrere Gipfel in einer Woche plant, sollte die Höhe stufenweise angehen und dem Körper Zeit zur Akklimatisierung geben. Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit sind Warnzeichen, die man ernst nehmen muss.
Die beste Saison liegt zwischen Anfang Juli und Mitte September. Ein Bergführer ist für viele Touren nicht nur sinnvoll, sondern in der Mischabel- und Monte-Rosa-Region oft entscheidend für die Sicherheit am Berg. Wer das Wallis mit Demut angeht und nicht jeden Gipfel erzwingen will, sammelt über die Jahre eine ganze Reihe unvergesslicher Höhen.