Trutzige Mauern über dem Tal. Wanderungen zu den Burgen und Schlössern der Berge.
Wo heute Wanderwege verlaufen, kontrollierten einst Burgherren die Pässe und Täler. Schlösser und Burgen wurden bewusst an strategischen Punkten errichtet, an Felsspornen, über Engstellen, mit weitem Blick ins Land. Genau diese Lagen machen sie heute zu lohnenden Wanderzielen, denn wer hinaufsteigt, geniesst dieselbe Aussicht wie einst die Wächter.
Das Schloss Tarasp thront auf einem Felsen über dem Unterengadin und ist schon von weitem ein Blickfang. Wer die Region zu Fuss erkundet, findet rund ums Engadin zahlreiche solcher Aussichtslagen. Andere Anlagen sind heute Ruinen, deren Mauerreste von Schlachten und Handelswegen erzählen. Viele lassen sich auf historischen Saumpfaden erreichen.
Eine Burg erschliesst sich am besten zu Fuss, oft über schmale Steige, die alpines Wandern erfordern. Der Aufstieg macht spürbar, warum der Ort gewählt wurde: Er war schwer zu erreichen und leicht zu verteidigen. Oben angekommen, lohnt der Blick auf die Wege im Tal, die früher streng kontrolliert wurden.
Schlösser und Burgen verbinden Wandern mit Geschichte auf besonders anschauliche Weise. Plane genug Zeit für die Besichtigung ein und nutze die Infotafeln oder einen Audioguide. So wird aus alten Mauern eine erzählte Vergangenheit.