Start / Magazin / Schweizer Volksfeste und Brauchtum
◉ Magazin · Kultur

Schweizer Volksfeste und Brauchtum

Vom Böög bis zur Alpabfahrt. Wo gelebtes Brauchtum am Wegrand auf Wanderer trifft.

Lesezeit8 Min
AutorMY MOUNTAIN Redaktion
Aktualisiert22.03.2026

Wer in der Schweiz unterwegs ist, trifft an überraschenden Orten auf gelebtes Brauchtum. Volksfeste sind hier kein museales Schauspiel für Gäste, sondern ein fester Teil des Jahreslaufs, der ganze Dörfer und Städte in Bewegung versetzt. Für Wandernde lohnt es sich, die Etappen nach diesen Terminen zu legen.

Feste im Jahreskreis

Das Jahr beginnt vielerorts mit lauten Winteraustreibungen, bei denen maskierte Gestalten mit Glocken und Trommeln durch die Gassen ziehen. Im Frühling folgt in Zürich das Sechseläuten, bei dem die Verbrennung des Böög den Sommer ankündigt. Der Aufstieg des Viehs auf die Alpen im Frühsommer und die festlich geschmückte Alpabfahrt im Herbst, bei der die Trachten und das Brauchtum am Weg besonders sichtbar werden, rahmen die warme Jahreszeit ein.

Respektvoll dabei sein

Wer als Gast ein Fest erlebt, sollte sich zurückhaltend einreihen. Viele Bräuche haben einen rituellen Kern, der nicht für die Kamera inszeniert wird. Ein freundliches Grüssen, etwas Abstand bei Umzügen und das Einkehren in einer Beiz vor Ort öffnen mehr Türen als jedes Drängen in die erste Reihe.

Brauchtum lebt vom Mitmachen der Einheimischen. Als Wanderer ist man willkommener Gast, nicht Publikum.

Fazit

Ein Volksfest verwandelt eine gewöhnliche Etappe in ein Erlebnis. Plane deine Tour rund um die regionalen Termine, etwa zur Zeit der Alpabfahrten beim Herbstwandern in den schönsten Farben, frage im Tourismusbüro nach genauen Daten und nimm dir Zeit zum Verweilen. Die Begegnung mit gelebter Tradition bleibt oft länger in Erinnerung als der schönste Gipfelblick.