Wie die rauen Winter des Juras die Wiege der Schweizer Uhrmacherei wurden.
Der Schweizer Jura ist die heimliche Hauptstadt der feinen Mechanik. In den Hochtälern rund um La Chaux-de-Fonds und Le Locle entstand über Generationen ein Handwerk, das heute Weltruhm geniesst. Wer durch diese Region wandert, durchstreift die Wiege der Schweizer Uhrmacherkunst.
Die langen, schneereichen Winter liessen den Bergbauern kaum landwirtschaftliche Arbeit. Aus der Not heraus begannen viele Familien im 18. Jahrhundert, in der kalten Jahreszeit Uhrenteile zu fertigen. Aus dieser Heimarbeit wuchs eine ganze Industrie. La Chaux-de-Fonds wurde nach einem Brand sogar planmässig als Uhrmacherstadt neu errichtet und gehört heute zum UNESCO-Welterbe.
Wer durch die Juratäler geht, erkennt das Erbe in den langgezogenen Häuserzeilen mit grossen Fenstern, die einst den Tüftlern Licht spendeten. Museen in beiden Städten zeigen die Entwicklung vom einfachen Räderwerk bis zur Komplikation. Ein Abstecher in eine Werkstatt verbindet die Wanderung mit einem Blick hinter die Kulissen, ganz im Sinne unserer historischen Wanderwege durch die Schweiz.
Das Uhrmacherhandwerk ist gelebte Geduld. Genau diese Ruhe spürt man auch beim Wandern durch die weiten Hochtäler.
Die Juratäler bieten sanfte Höhenwege mit Weitblick und eine Kulturgeschichte, die sich an jeder Hausfassade ablesen lässt. Verbinde eine gemütliche Etappe mit einem Museumsbesuch und lass dich vom Rhythmus dieser eigenwilligen Landschaft tragen.