
Im Herzen der Alpen treffen die grossen Pässe aufeinander - Gotthard, Furka und Susten machen Uri zum Drehkreuz wilder Bergtouren.
Uri liegt am geografischen Herzen der Schweiz, dort wo sich die grossen Alpenpässe kreuzen. Von Andermatt aus erreicht man in kurzer Zeit den Gotthard, die Furka und den Susten - drei Pässe, die das Tal zum natürlichen Drehkreuz für Bergsteiger und Wanderer machen.
Die Landschaft ist hochalpin und rau: Granitlandschaften, Gletscherbäche und stille Hochtäler prägen das Bild. Wer abseits der Passstrassen unterwegs ist, findet hier eine Ursprünglichkeit, die in den touristischeren Regionen der Alpen selten geworden ist.
Andermatt ist mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn und über die Schöllenenschlucht erreichbar. Im Sommer verbinden Postauto-Linien die Pässe. Die Wandersaison ist hier kurz und reicht von Juli bis Oktober, da die Hochlagen lange Schnee tragen.
Am Vier-Quellen-Weg entspringen Rhein, Rhone, Reuss und Ticino fast in Sichtweite - das Wasserschloss Europas zum Anfassen.
Der Bristenstock (3’073 m) ist der markante Hausberg über dem Reusstal und eine fordernde Bergtour für erfahrene Geher. Wer es ruhiger mag, wählt die flache Urnersee-Runde mit vielen Rastplätzen und weitem Blick auf See und Gipfel oder den familienfreundlichen Arnisee-Rundweg auf rund 1’370 m, wo sich auch ein Bad im Bergsee anbietet.
Klassische Höhenwege sind der Surenenpass-Höhenweg, der das Engelbergertal mit dem Reusstal verbindet, sowie die Touren ins Maderanertal und ins Schächental. Im Maderanertal lassen sich Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und Birkhühner beobachten, das Schächental besticht durch seine alpine Pflanzenvielfalt. Für die Wildbeobachtung lohnt ein früher Aufbruch, wie wir ihn auch im Schweizerischen Nationalpark empfehlen.
Auf den Alp Gitschenen warten Spielplatz und Streichelzoo, der Isenthaler Erlebnisweg erklärt Flora und Fauna an Lernstationen. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet weitere Anregungen in unseren Familienwander-Tipps.
Geschichtsträchtig ist der Weg der Schweiz entlang des Vierwaldstättersees mit Infotafeln, ergänzt durch den Kulturweg in Altdorf und die alte Säumerroute über den Gotthardpass. Als Stützpunkte dienen die Spannorthütte (1’956 m), das per Seilbahn erreichbare Eggberge-Berggasthaus (1’446 m) und die Treschhütte (1’475 m). Eine sorgfältige Tourenvorbereitung gehört dazu, unsere Bergausrüstungs-Checkliste hilft beim Packen.
Andermatt im Urserntal ist der zentrale Ausgangspunkt: Rund 500 km Sommerwanderwege und 21 Berghütten erschliessen die Region, im Winter sind es rund 100 km präparierte Winterwanderwege von Realp bis Disentis Sedrun. Vom Dorf erreicht man den Tomasee, die Quelle des Rheins, in gut 20 Minuten Fahrzeit Richtung Oberalp. Die Rundtour um die Göscheneralp bietet eindrückliche Gletscherblicke, die Wanderung von Andermatt nach Nätschen eignet sich für Familien.
Wichtige Stützpunkte sind die Albert-Heim-Hütte, die Vermigelhütte und die Rotondohütte. Im Sommer verbinden Postauto-Linien mehrmals täglich den Gotthard- und den Furkapass, im Frühling und Herbst stehen die Chancen auf Gämsen-Beobachtungen gut. Nach langen Touren bietet sich die Felsentherme Andermatt zur Erholung an. Für den anspruchsvollen Vier-Quellen-Weg ist Andermatt der ideale Startpunkt.